Der Chef der britischen Labour-Party, Ed Miliband, stellt für ein mögliches Referendum über die EU-Mitgliedschaft des Landes eine Bedingung: Eine solche Abstimmung solle nur stattfinden, wenn eine Verlagerung von Kompetenzen nach Brüssel anstehe, schrieb Miliband in einem Beitrag für die Financial Times und stellt klar: Es werde "keine Machtverschiebung ohne ein Referendum" geben.

Dass in näherer Zukunft über Kompetenzverlagerungen entschieden werden müsse, sei aber "unwahrscheinlich", schrieb der Oppositionsführer. Damit wird eine Volksabstimmung weniger wahrscheinlich. Denn 2015 wählt Großbritannien sein Parlament neu.  

Premierminister David Cameron strebt ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens im Jahr 2017 an, sollte er dann noch an der Macht sein.

Miliband äußerte sich bislang nicht zu seinen EU-Plänen für den Fall, dass seine Labour-Partei die Wahl zum Unterhaus im Jahr 2015 gewinnen sollte. Heute aber will er dies in einer Rede ausführlicher zum Thema machen.