Vier Monate nach ihrer Entführung durch radikale syrische Rebellen sind 13 christlichen Nonnen wieder frei. Die Ordensfrauen aus der syrischen Kleinstadt Maalula sind im Beisein katarischer Vermittler in der grenznahen libanesischen Stadt Chtaura eingetroffen. Das bestätigten libanesische Sicherheitskreise in Beirut. 

Die Nonnen waren aus einem Kloster in Maalula im Umland von Damaskus verschleppt worden. Die Gegend ist für ihre Kirchen und Klöster bekannt. Die Frauen seien von der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundenen Al-Nusra-Front entführt worden.

Im Gegenzug für die Freilassung der Nonnen sollen nun etwa 150 weibliche Häftlinge aus syrischen Gefängnissen entlassen werden, sagte der Chef der libanesischen Sicherheitsbehörde, Abbas Ibrahim. Er hatte die Vereinbarung zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und den Rebellen ausgehandelt. 

Die Entführung der Nonnen hatte unter den Christen in Syrien die Furcht geweckt, dass sie verstärkt ins Visier extremistischer Aufständischer geraten könnten. Minderheiten wie Christen, schiitische Muslime und die Alawiten gelten in Syrien überwiegend als Unterstützer von Präsident Baschar al-Assad.