Die deutsche Bundesregierung verzichtet nach Angaben der Behindertenbeauftragten aus politischen Gründen auf eine Reise zu den Paralympics nach Sotschi. "Es ist ein ganz klar politisches Zeichen an Russland", sagte Verena Bentele im ZDF-Morgenmagazin. "Gefahr für Leib und Leben besteht nicht", sagte Bentele. Dies sei auch die Einschätzung des Auswärtigen Amtes. Die deutschen Sportler blieben deshalb in Sotschi "und werden auch starten, wie es aussieht".

Nach Angaben eines Sprechers des Bundesinnenministeriums plant Innenstaatssekretär Ole Schröder allerdings weiterhin, nach Russland zu fahren.    

Die Paralympics beginnen am Freitag in Sotschi, wo im vergangenen Monat bereits die Olympischen Spiele stattgefunden haben. Russland als Ausrichter steht wegen seines aggressiven Vorgehens auf der ukrainischen Halbinsel Krim in der internationalen Kritik. Von verschiedenen Seiten wurde bereits gefordert, die Paralympics zu boykottieren.