Russland hat einer Entsendung von Beobachtern der internationalen Sicherheitsorganisation zugestimmt. Das sagte der Schweizer Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Thomas Greminger, nach einem Treffen der Organisation in Wien. Dies sei eindeutig eine neue, positive Entwicklung, die es zu nutzen gelte.

Die Schweiz hält derzeit den OSZE-Vorsitz und hatte die Entsendung eines rund 100-köpfigen Beobachter-Teams in die Ukraine vorgeschlagen. Ein solcher Einsatz bedarf der Zustimmung aller 57 OSZE-Mitgliedsstaaten – also auch Russlands.

In den vergangenen zwei Wochen hatten die Vertreter der russischen Regierung bei der OSZE noch den Plan der Schweiz blockiert, teilten die Diplomaten mit. Sie hätten bei den OSZE-Treffen stets erklärt, zu der Frage keine Weisung aus Moskau erhalten zu haben, hieß es. Einige OSZE-Militärbeobachter sind in der Region, doch der Zugang zur Krim wurde ihnen bereits mehrere Male verwehrt.

Die Halbinsel gehört zur Ukraine, wird aber vor allem von Russen bewohnt. Am Sonntag sollen die Bewohner über einen Anschluss an die Russische Föderation abstimmen. Das Referendum stößt international auf heftige Kritik.