Kurz vor seiner Ankunft in Tokio hat US-Präsident Barack Obama eine Sicherheitsgarantie für das verbündete Japan ausgesprochen. Das Abkommen zwischen den USA und Japan schließe ausdrücklich auch eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer ein, die China als Territorium beanspruche, teilte das Weiße Haus mit.

Die Regierungen in Tokio und Peking liefern sich seit Langem einen Streit um die von Japan Senkaku und von China Diaoyu genannte Inselgruppe. Zuletzt spitzte sich der Konflikt um das Gebiet zu. Obamas jüngste Äußerungen scheinen darauf abzuzielen, Japan zu versichern, dass die USA das Land verteidigen würden, sollte Peking die Inseln einnehmen wollen.

Die USA warnen immer wieder vor einer Eskalation der Inselstreitigkeiten, in die auch Südkorea verwickelt ist. Die Inselgruppe wird von Japan kontrolliert und liegt in fischreichen Gewässern. In der Umgebung werden außerdem größere Öl- und Gasvorkommen vermutet. China schickt immer wieder Schiffe in das Seegebiet um die Inseln, um Stärke zu zeigen.

Unangekündigt Kampfflugzeuge im Gebiet

Im November hatte China eine Luftverteidigungszone über den Inseln ausgerufen. Die Regierung in Peking verlangte, dass sich ausländische Maschinen vor dem Flug durch die Zone bei der chinesischen Luftüberwachung anmelden und eine Funkverbindung mit ihr aufnehmen. Die USA, Japan, Südkorea und Taiwan weigern sich jedoch, die Zone anzuerkennen und schickten wiederholt unangekündigt Kampfflugzeuge durch das Gebiet.

Die Asienreise des US-Präsidenten sieht neben Gesprächen in Japan auch Stationen in Südkorea, Malaysia und den Philippinen vor. Die Länder sind langjährige Verbündete der USA. Derzeit verhandeln die Philippinen über ein neues Sicherheitsabkommen, das die Ausweitung der US-Militärpräsenz in dem Land erlauben soll.

Gegen die geplante Stationierung zusätzlicher US-Soldaten protestierten vor Obamas Besuch auf den Philippinen Hunderte Menschen, in Manila kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. Nach Angaben der Polizei  gab es keine Festnahmen. Seit 2002 sind im Süden des Landes etwa 500 Amerikaner stationiert, die die philippinischen Streitkräfte mit militärischer Ausbildung und Geheimdienstinformationen im Kampf gegen Terroristen unterstützen sollen.