Bei einem Drohnenangriff im Jemen sind nach Informationen arabischer Medien mehr als 15 Menschen getötet worden. Der Luftschlag sollte ein Fahrzeug treffen, in dem sich mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen befanden, schreibt das jemenitische Nachrichtenportal Marib Press.

Neun Al-Kaida-Kämpfer und sechs Zivilisten seien getötet worden, heißt es aus Militärkreisen. Die Zivilisten hätten sich demnach zufällig auf der Straße in der Provinz Al-Baida befunden.

In der vergangenen Woche hatten mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen den stellvertretenden Gouverneur der Provinz getötet. Die Gruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) gilt als weltweit gefährlichste. Sie hatte 2011 mehrere Gebiete im Süden Jemens angegriffen.  

Jemenitische Sicherheitskräfte bekämpften die Terroristen daraufhin. Zudem kam es häufiger zu Drohnenangriffen. In der Region verfügen nur die USA über unbemannte Flugzeuge. Die töteten im vergangenen Jahr mehrere Dutzend AQAP-Mitglieder.

Die Drohnenangriffe sind umstritten, weil häufig unbeteiligte Zivilisten sterben. Im Dezember 2013 waren bei einem Angriff, der dem Fahrzeug eines Al-Kaida-Führers galt, 16 Zivilisten getötet worden. Sie gehörten zu zwei Hochzeitsgesellschaften.

Das jemenitische Parlament hatte daraufhin den USA Drohnenangriffe verboten. Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen äußerten "ernsthafte Bedenken". Jemens Übergangspräsident Abd Rabbo Mansur Hadi verteidigte die Angriffe zuletzt aber erneut. Sie seien hilfreich im Kampf gegen Al-Kaida.