Der Iran hat nach UN-Angaben die Hälfte seiner Bestände an hochangereichertem Uran vernichtet. Seit Januar seien die Uranbestände mit einem Reinheitsgrad von rund 20 Prozent halbiert worden, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).

Damit wäre der Iran einer der Forderungen aus dem vorläufigen internationalen Atomabkommen nachgekommen. Danach ist das Land verpflichtet, seine Urananreicherung stark zu begrenzen. Bereits im Januar hatte Iran die Produktion von 20-prozentigem Uran eingestellt. Im Gegenzug hatten die internationalen Verhandlungspartner eine Lockerung der Wirtschaftssanktionen zugesagt.

Das Abkommen ist zunächst bis zum Sommer gültig, dann soll in erneuten Verhandlungen eine endgültige Einigung erzielt werden.

Für den Bau von Atombomben ist ein Reinheitsgrad von mehr als 85 Prozent notwendig. Dieser Schritt ist technisch vergleichsweise einfach zu machen, sobald 20-prozentiges Uran vorliegt.