Die Nato stoppt die zivile und militärische Zusammenarbeit mit Russland. Der politische Dialog mit Moskau auf höherer Ebene im Nato-Russland-Rat solle aber fortgesetzt werden. Das teilte die Allianz mit. Die Beziehungen zu Russland sollen demnach beim nächsten Außenministertreffen im Juni erneut überprüft werden

Die Zusammenarbeit mit der Ukraine solle verstärkt werden. So soll die Entschlossenheit zur Unterstützung des Landes unterstrichen werden. Bei der Kooperation mit Kiew werde es um kurz- und langfristige Maßnahmen gehen, die die Ukraine in die Lage versetzen sollten, für ihre eigene Sicherheit zu sorgen, so die Erklärung des Bündnisses.    

Die Nato-Außenminister hatten in Brüssel um Maßnahmen gegen Russland nach der Eingliederung der Krim gerungen und über den Schutz der östlichen Bündnispartner beraten. Dabei ging es auch um die Stationierung von Soldaten. So bereiten die Außenminister die mögliche Stationierung und die Verstärkung "militärischer Mittel" in den östlichen Bündnisländern vor. Das sagte eine Sprecherin in Brüssel. Details über die Art der "Mittel" nannte sie nicht. Die Militärs seien jedoch beauftragt worden, Manöverpläne zu "überprüfen". 

Russland indes warnte die Ukraine vor einem Beitritt zur Nato. Ein solches Vorhaben habe bereits Mitte der 2000er Jahre unter dem damaligen ukrainischen Staatschef Viktor Juschtschenko schlechtere bilaterale Beziehungen sowie "Kopfschmerzen" im Verhältnis zwischen der Nato und Russland ausgelöst, betonte das Außenministerium in Moskau.