Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hat der syrischen Regierung vorgeworfen, seit Oktober 2013 in mindestens 14 Fällen im heimischen Bürgerkrieg Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass in jüngster Zeit erneut Chemiewaffen in kleinerem Ausmaß eingesetzt worden seien, sagte Fabius. Insbesondere Chlorgas werde benutzt.

Der französische Politiker bedauerte zudem erneut, dass ein Militärschlag gegen die Armee des syrischen Machthabers Baschar al-Assad im vergangenen Jahr durch die USA nicht realisiert worden sei. "Wir bedauern das, weil wir denken, dass das viele Dinge geändert hätte", sagte Fabius.

Bei einem Chemiewaffenangriff nahe Damaskus waren im August 2013 etwa 1.400 Menschen ums Leben gekommen. Der Westen machte Assad dafür verantwortlich, dieser die Rebellen. Nachdem die Regierungen der USA und Frankreichs daraufhin mit einem Militäreinsatz drohten, stimmte der syrische Staatschef der Vernichtung des kompletten Giftgasarsenals zu.