Bei zwei Explosionen in Nairobi sind zehn Menschen getötet worden. Mehr als 70 weitere Menschen seien verletzt, teilte das Kenyatta-Krankenhaus mit. Noch hat sich niemand zu der Tat bekannt.

Nach Angaben des Nationalen Notfallzentrums gab es zwei Detonationen in der Umgebung eines Marktes. Augenzeugen berichten, zunächst sei ein Kleinbus explodiert. Die zweite Detonation ereignete sich in der Nähe des Gikomba-Marktes in der Nähe des Stadtzentrums. Der lokale Sender CitizenTV berichtete, Unbekannte hätten eine Granate in den Minibus geworfen, anschließend schleuderten sie Sprengstoff in ein Geschäft auf dem Markt. Das kenianische Rote Kreuz meldet, zehn Menschen würden zur Stunde ins Krankenhaus gebracht.   

Die USA gaben eine Reisewarnung aus. Auch Großbritannien warnt vor Reisen in die Region. Derzeit werden etwa 400 britische Touristen aus der kenianischen Küstenregion rund um Mombasa gebracht. Mehrere Reiseveranstalter haben damit begonnen, die Touristen außer Landes zu bringen.

Kenia wurde in jüngster Zeit immer wieder von Anschlägen erschüttert, für die zumeist islamistische Gruppen verantwortlich gemacht wurden. Anfang Mai waren bei Explosionen in Nairobi und Mombasa sieben Menschen getötet worden. Der bisher schwerste Anschlag ereignete sich im vergangenen September, als Extremisten das Westgate-Einkaufzentrum in Nairobi stürmten und tagelang belagerten.