Das Militär in Thailand hat Neuwahlen in einem Jahr in Aussicht gestellt. An dem Termin könne aber nur festgehalten werden, falls dann Frieden herrsche und Reformen erreicht seien, sagte Junta-Führer Prayuth Chan-ocha. Angesichts der monatelangen Proteste gegen die Regierung hatte das Militär am Donnerstag vor einer Woche die Macht im Land übernommen.

Die bisherige Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra hatte kurz vor dem Putsch auf Anweisung des Verfassungsgerichts ihr Amt wegen Machtmissbrauchs abgeben müssen. Trotz eines strikten Demonstrationsverbots gibt es seit dem Putsch immer wieder Proteste gegen den Militärcoup. Gegner der Junta riefen für Sonntag zu einer Kundgebung in Bangkok auf. Aktivist Sombat Boonngam-anong riet seinen Unterstützern, Masken zu tragen und sich auf Verfolgung durch Soldaten gefasst zu machen.

Die Furcht vor einer Konfrontation mit dem Militär wächst. Am Donnerstag hatte ein Großaufgebot von mehr als 1.300 Soldaten und Polizisten eine große Kreuzung in Bangkok abgeriegelt, um geplante Proteste zu unterbinden.