Die USA wollen mehr Geld für ein Kontrollprogramm für den Kauf von Waffen ausgeben. Das Repräsentantenhaus verabschiedete mit 260 zu 145 Stimmen einen Entwurf, der zusätzliche 19,5 Millionen Dollar vorsieht, damit die Bundesstaaten Daten an ein nationales Prüfsystem übermitteln können. Dieses soll verhindern, dass Schwerverbrecher und psychisch Kranke an Waffen gelangen.

Das nationale System zur Prüfung des kriminellen Hintergrunds potenzieller Waffenkäufer gibt es seit 1993. Es sei aber "nur so gut wie die Daten, die dort einfließen", begründeten die Unterstützer die Maßnahme, angeführt von dem Demokraten Mike Thompson, nach der Abstimmung. 

Derzeit liefen noch nicht alle nötigen Informationen in das System ein. Der Entwurf muss noch durch den Senat angenommen werden, bevor er US-Präsident Barack Obama vorgelegt werden kann.

Erst am Wochenende hatte erneut ein Amoklauf mit sieben Toten im US-Bundesstaat Kalifornien die Öffentlichkeit erschüttert. Der Täter soll nach Angaben seiner Familie unter dem Asperger-Syndrom gelitten haben, einer Form von Autismus. Der Polizei zufolge erwarb er trotz jahrelanger psychologischer Behandlung die Waffe auf legalem Weg.