Bei einer Explosion in einem Bordell in Nigeria sind elf Menschen getötet worden. 14 weitere seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei der Stadt Bauchi im Nordosten des Landes mit. Zunächst war unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Verdächtigt wird die islamistische Gruppe Boko Haram, die im Norden Nigerias einen islamischen Gottesstaat errichten will.

Die Gruppe greift oft Ziele an, die nach ihrer Auslegung des sunnitischen Islams sündhaft sind. Am Mittwoch wurden bei einem Bombenanschlag in einer Einkaufsgegend in der Hauptstadt Abuja 21 Menschen getötet. Allein in den vergangenen Monaten kamen bei Boko-Haram-Anschlägen Hunderte Menschen ums Leben, seit 2009 sind mehrere Tausend Menschen Opfer der Sekte geworden. Weltweite Aufmerksamkeit erlangten die Extremisten im April durch die Entführung von mehr als 200 Schulmädchen. Von ihnen fehlt noch immer jede Spur.