Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders wird nicht ins Europaparlament einziehen. Er begründete seinen Entschluss in Den Haag mit dem Scheitern einer anti-europäischen Fraktion. "Da es kurzfristig keine Fraktion geben wird, in der die PVV Mitglied ist, gibt es für mich keinen Grund mehr für ein Doppelmandat", sagte der Leiter der Partei für die Freiheit (PVV).  

Wilders und Marine Le Pen aus Frankreich wollten mit weiteren Partnern eine Fraktion bilden. Diese Pläne sind aber vorerst geplatzt. "Leider ist es uns nicht gelungen, vor der Frist vom 24. Juni mit sechs anderen Parteien eine Fraktion im EU-Parlament zu bilden", hatte Wilders am Montagabend mitgeteilt. Allerdings war er da noch davon überzeugt, dass dies im Laufe des Jahres gelingen könnte.

Bei der Europawahl im Mai hatte Wilders mit Vorzugsstimmen ein Mandat für das europäische Parlament errungen. Zugleich wollte er jedoch auch Abgeordneter im niederländischen Parlament bleiben. Ein solches Doppelmandat ist in den Niederlanden verboten. Wilders wollte dieses Verbot vor Gericht anfechten.

Bei der Europawahl hatte die PVV Verluste erlitten, aber dennoch vier Mandate erhalten.