Hillary Clinton will nicht vor Ende des Jahres entscheiden, ob sie 2016 erneut für das Präsidentenamt der USA kandidiert. Und selbst wenn, will sie die Entscheidung erst im kommenden Jahr bekanntgeben. Das sagte die frühere US-Außenministerin in einem bisher nur in Auszügen ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender ABC. "Ich werde entscheiden, wenn ich das Gefühl habe, dass es richtig für mich ist", sagte Clinton, die 2007 parteiintern Barack Obama unterlegen war.  

Eine Kandidatur Clintons wird in den USA seit Wochen diskutiert. Dabei werden die am Dienstag erscheinende Autobiographie Hard Choices (in Deutschland: Entscheidungen) und der immense PR-Wirbel darum als erster Schritt interpretiert. "Mit dem Buch legt Clinton die Grundlage für ihre Kandidatur", schreibt die Washington Post in ihrer Besprechung. Der Trubel um die Veröffentlichung sei dem Start einer Präsidentschaftskandidatur würdig.

Die New York Times konstatiert, dass Hard Choices ein "staatsmännisches Buch" sei, das darauf abziele, "Clintons weitreichende Erfahrungen in Nationaler Sicherheit und der Außenpolitik herauszustellen". Das Buch diene nicht nur als Schilderung ihrer Zeit als Außenministerin, sondern unter anderem auch zur Aufbereitung ihrer gescheiterten ersten Präsidentschaftskampagne.

Wohl auch mit dieser Erfahrung im Hinterkopf schreibt Clinton mit Blick auf eine mögliche erneute Kandidatur: "Die Zeit für eine weitere schwere Entscheidung wird früh genug kommen."