Das US-Militär hat laut einem CNN-Bericht mit Flügen bewaffneter Kampfdrohnen über Bagdad begonnen. Das berichtete der Sender unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Regierungsbeamten. Bislang war lediglich von Flügen unbewaffneter Drohnen im Irak die Rede gewesen. 

Die ferngesteuerten Drohnen sollten nicht für Luftangriffe gegen Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (Isis) eingesetzt werden, sondern die 300 beratenden US-Soldaten in der Gegend schützen, hieß es. Sämtliche Angriffe, die nicht der Verteidigung dienen, müssen von Präsident Barack Obama genehmigt werden. 

Die US-Regierung hat bereits mehrmals betont, sie wolle sich in den kommenden Wochen ein genaues Bild von der Lage im Irak verschaffen, bevor sie über eventuelle Luftangriffe gegen Stellungen der Isis entscheiden werde. Es brauche Zeit, um Einzelheiten über Aufstellung, Bewaffnung und Pläne der Extremisten zu bekommen, hieß es aus Regierungskreisen.

Die sunnitischen Extremisten wollen auf syrischem und  irakischem Gebiet einen islamischen Staat errichten. In den vergangenen Wochen sind sie in weite Teile des Iraks vorgerückt. Die von Schiiten geführte Regierung versucht, die Offensive zu stoppen – mithilfe der USA, die bis zu 300 Militärberater in das Land entsenden werden.