Der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki hat syrische Luftschläge gegen Isis-Milizen auf irakischem Boden bestätigt. Wie die BBC berichtet, sagte Al-Maliki dem britischen Sender, syrische Kampfjets hätten vergangenen Dienstag Stellungen der Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (Isis) in der Grenzstadt Al-Kaim bombardiert. 

Zwar habe der Irak nicht um die Luftangriffe gebeten, sagte Al-Maliki. Er heiße aber solche Angriffe auf Isis-Kämpfer in seinem Land willkommen.

Die syrische Regierung hatte zuvor Berichte über syrische Luftschläge im Irak zurückgewiesen. Diese Meldungen seien falsch und entbehrten jeder Grundlage, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Einheiten der Isis hatten Al-Kaim vor einigen Tagen eingenommen.

Isis kämpft sowohl im Irak als auch in Syrien gegen die jeweilige Regierung. Die sunnitisch geprägte Organisation will die von ihr kontrollierten Gebiete über die Grenze hinweg verbinden und einen fundamental-islamistischen Gottesstaat errichten. In den vergangenen zwei Wochen hat Isis im Irak große Gebiete erobert. Mehr als 1.000 Menschen wurden bei den Kämpfen getötet.