Die Bildung einer rechtspopulistischen Fraktion im Europaparlament ist nach Angaben der niederländischen Freiheitspartei gescheitert. Es sei nicht gelungen, bis Fristablauf am Dienstag ein Bündnis zu bilden, teilte der Chef der islamfeindlichen Partei PVV, Geert Wilders, am Montagabend mit. 

Wilders hatte gemeinsam mit der Chefin des rechtsextremen französischen Front National, Marine Le Pen, sowie weiteren rechtsextremen und rechtspopulistischen Parteien über die Bildung einer gemeinsamen Fraktion verhandelt. Um den Fraktionsstatus zu erhalten, müssen sich mindestens 25 Europaabgeordnete aus mindestens sieben EU-Staaten zusammenfinden. Als Fraktion hätten die Vertreter der rechtsextremen und rechtspopulistischen Parteien zusätzliche Finanzmittel und mehr Redezeit erhalten.

Wilders zeigte sich optimistisch, im Verlauf des Jahres die notwendige Zahl von Parlamentariern noch zusammenzubekommen. Eine Fraktionsbildung "um jeden Preis" schloss er jedoch aus. So werde er nicht mit der polnischen KNP zusammenarbeiten. Deren Chef Janusz Korwin-Mikke werden antisemitische Äußerungen zugeschrieben, das Wahlrecht für Frauen lehnt er ab. Wilders sagte, er wolle weiter mit dem Front National und anderen gleichgesinnten Parteien aus Österreich, Belgien und Italien zusammenarbeiten.