Russlands Präsident Wladimir Putin hat verschärfte Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zur Ukraine angeordnet. Er habe die Grenztruppen angewiesen, die Kontrollen zu verstärken und illegale Grenzübertritte zu verhindern, erklärte der Kreml laut russischen Nachrichtenagenturen. Es solle verhindert werden, dass Menschen die Grenze illegal passierten.

In der Ukraine kämpfen seit Monaten prorussische Milizen gegen die Regierung. Sie bekommen Unterstützung aus Russland: Sowohl Kämpfer als auch Material gelangen über die Grenze ins Land. Der für den Grenzschutz zuständige russische Inlandsgeheimdienst FSB sieht sich seit Wochen Vorwürfen der Ukraine ausgesetzt, schwerbewaffnete russische Söldner in die Ostukraine vorzulassen.

Die G-7-Staaten hatten am Donnerstag mehrere Forderungen an Russland gestellt. Unter anderem solle Putin "den Zustrom von Waffen und Aktivisten über die Grenze beenden".

Der russische Präsident hatte am Rande der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Alliierten in der Normandie am Freitag unter anderem mit US-Präsident Barack Obama über die Lage in der Ukraine beraten. Dabei hatte Obama Putin aufgefordert, die Unterstützung der prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine zu beenden.

Putin hatte in der Normandie auch den gerade vereidigten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko getroffen. Beide hatten zu einem Waffenstillstand in dem Konflikt um den Osten der Ukraine aufgerufen. Poroschenko sagte bei seiner Amtseinführung in Kiew, dass er bereit sei, einen Fluchtkorridor einzurichten, über den russische Söldner aus der Ostukraine wieder in ihre Heimat zurückkehren könnten.