Angesichts der Kämpfe in der Ostukraine will Russland einen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat einbringen. "Darin werden unter anderem Forderungen nach einem sofortigen Ende der Gewalt und einem Beginn von Verhandlungen enthalten sein", sagte Außenminister Sergej Lawrow der Agentur Interfax zufolge.

Die Resolution sieht auch die Einrichtung von Fluchtkorridoren für Zivilisten vor. Russland sei tief beunruhigt, dass bei der "Anti-Terror-Operation" der ukrainischen Führung auch Unbeteiligte zu Schaden kämen, sagte Lawrow.

Parallel dazu nahm Russland auch Gespräche mit der Nato wieder auf. Erstmals seit drei Monaten kam in Brüssel der Nato-Russland-Rat zusammen, um über die Ukraine-Krise zu beraten. "Es ist klar, dass es grundlegend unterschiedliche Ansichten über diese Krise gibt", ließ Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen anschließend erklären. Es habe einen "offenen Meinungsaustausch" gegeben. Um die Sitzung des Nato-Russland-Rates hatte der russische Nato-Botschafter Alexander Gruschko gebeten.

Ende der Woche wird es auf höchster Ebene Gespräche zwischen Russland und dem Westen geben, wenn Russlands Präsident Wladimir Putin am Rande der D-Day-Feiern in Frankreich mehrere westliche Staats- und Regierungschefs  treffen wird.