Der russische Präsident Wladimir Putin kommt während der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Alliierten-Landung in der Normandie am Freitag mit Kanzlerin Angela Merkel zusammen, teilte die Bundesregierung mit. Nach Angaben von Putins außenpolitischem Berater Juri Uschakow wollen die beiden Politiker über die Lage in der Ukraine sprechen.

In einem Telefonat sprachen sich beide Politiker dem Präsidialamt zufolge für ein koordiniertes Vorgehen zur Entschärfung der Krise aus. Thema sei auch der Streit über russische Gaslieferungen in die Ukraine und die Europäische Union gewesen.

Nach Ansicht der Bundesregierung muss Russland erheblich mehr tun, um die Lage in der Ostukraine zu stabilisieren. Dazu gehörten etwa die formale Anerkennung der ukrainischen Präsidentenwahl und strengere Kontrolle der ukrainisch-russischen Grenze.

Kein Treffen mit Obama

Pläne für ein Treffen Putins mit US-Präsident Barack Obama in Frankreich gebe es dagegen nicht, sagte Uschakow. Allerdings will der russische Präsident mit Frankreichs Staatschef François Hollande und dem britischen Premierminister David Cameron zusammenkommen.

Es ist das erste Mal seit dem umstrittenen Anschluss der Schwarzmeerhalbinsel Krim an Russland im März, dass Putin wieder persönlich mit westlichen Staats- und Regierungschefs zusammentrifft. Die EU hatte zuletzt wie die USA im Zuge der Ukraine-Krise Sanktionen gegen Russland erlassen.