Die USA haben nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass von russischem Gebiet aus Artillerie gegen ukrainische Einheiten eingesetzt worden ist. Zudem beabsichtige Russland, leistungsfähigere Mehrfach-Raketenwerfer an Separatisten zu liefern, sagte eine Sprecherin des US-Außenamts in Washington. Die Informationen kämen von Geheimdiensten befreundeter Staaten.

Das ukrainische Militär bestätigte die Angaben und listete sieben Orte auf, an denen Rebellen die Regierungstruppen angegriffen haben sollen. An zwei dieser Orte, darunter ein Grenzübergang, sei auch Artillerie aus Russland abgefeuert worden. Die russische Regierung bestreitet jede Verwicklung in den Konflikt.

Das in der Ostukraine abgeschossene Flugzeug MH17 ist nach Ansicht der malaysischen Ermittler von einer Rakete getroffen worden. Dies sagte Michael Bociurkiw von der Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) dem Fernsehsender ZDF. Bociurkiw zufolge gingen die malaysischen Experten, die an der Absturzstelle waren, davon aus, dass die Löcher in den Wrackteilen von Schrapnellen einer Rakete stammen.

Der Sender zeigte Aufnahmen eines an der Absturzstelle gefundenen Wrackteils der Maschine der Malaysia Airlines. Das stark durchlöcherte Trümmerstück sei auch eine Woche nach dem Absturz noch immer nicht sichergestellt worden.

Die Niederlande wollen 40 unbewaffnete Militärpolizisten an den Absturzort der abgeschossenen Passagiermaschine in der Ostukraine entsenden. Die Polizisten sollen jedoch nicht das Gelände bewachen, sagte Ministerpräsident Mark Rutte. Sie sollen bei der Suche nach den verbliebenen sterblichen Überresten der Opfer helfen.

Das Flugzeug mit 298 Menschen an Bord war am vergangenen Donnerstag östlich der Stadt Donezk abgestürzt. Die USA und die ukrainische Regierung haben prorussische Aufständische in der Ostukraine beschuldigt, die Boeing 777 mit Buk-Abwehrraketen abgeschossen zu haben. Die Rebellen bestreiten dies.