Unbekannte haben nahe Bagdad 53 wehrlose Menschen ermordet. Die Leichen in einem Obsthain bei der Stadt Hilla hätten alle die Hände gefesselt gehabt und Schusswunden in Kopf oder Brust aufgewiesen, hieß es von der Polizei. 

Ein Mitarbeiter einer Leichenhalle sagte, die Männer seien alle vor mindestens einer Woche getötet worden. Die Identität der Opfer und der Hintergrund des Massakers sind unklar.

Die Provinz Babil, deren Hauptstadt Hilla ist, ist von den Kämpfen zwischen den Dschihadisten und den Regierungstruppen bisher weitgehend verschont geblieben. Insbesondere in der Gegend, wo das Massengrab liegt, gab es bislang keine Kämpfe. 

Allerdings war die auch Dreieck des Todes genannte Region in den Jahren 2006 und 2007 eine der Brennpunkte des blutigen Bürgerkriegs zwischen Schiiten und Sunniten, bei dem viele ähnliche Massaker verübt wurden. Die Region ist zwischen den Volksgruppen tief gespalten.