US-Präsident Barack Obama hat sich beunruhigt über die hohe Zahl der Opfer im Gaza-Konflikt geäußert. Die "steigende Zahl an Opfern, darunter eine steigende Zahl palästinensischer Zivilisten und der Verlust israelischer Soldaten" bereiteten dem Präsidenten Sorge, teilte das Weiße Haus mit.

Zudem habe Obama den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu darüber informiert, dass US-Außenminister John Kerry nach Kairo reisen werde, um eine unverzügliche Feuerpause im Nahost-Konflikt zu erreichen.

Kerry hatte zuvor erneut Verständnis für die israelische Militäraktion im Gazastreifen geäußert. "Israel befindet sich im Belagerungszustand", sagte er und forderte die Hamas auf, das Angebot einer Feuerpause anzunehmen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist unterdessen ebenfalls auf Vermittlungsreise in Nahost, um einen dauerhaften Waffenstillstand zu erreichen. "Israel muss viel mehr tun, um Zivilisten zu schützen", sagte Ban in der katarischen Hauptstadt Doha. Er verurteile die Angriffe auf den östlich von Gaza gelegenen Ort Schedschaia, bei denen nach palästinensischen Angaben mindestens 62 Menschen getötet wurden. "Gaza ist eine offene Wunde. Wir müssen die Blutung stoppen", sagte Ban, der im Verlauf der Woche nach Kuwait, Ägypten, Israel, Jordanien sowie ins Westjordanland reisen.

Israel hatte am Donnerstag eine Bodenoffensive im Gazastreifen gestartet. Die Armee des Landes fliegt zudem seit dem 8. Juli Luftangriffe auf das palästinensische Küstengebiet. Seitdem wurden nach palästinensischen Angaben mindestens 425 Menschen im Gazastreifen getötet und Tausende verletzt.