Der ehemalige italienische Vize-Außenminister Staffan de Mistura wird neuer Syrien-Gesandter der Vereinten Nationen. De Mistura werde Nachfolger Lakhdar Brahimis, der im Mai seinen Rücktritt erklärt hatte, teilten UN-Diplomaten mit. Demnach wurde die Personalie bereits durch den UN-Sicherheitsrat gebilligt.

Brahimi sah sich vor einer "unlösbaren Aufgabe", hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bei dessen Rücktritt gesagt. Brahimi selbst entschuldigte sich für seine Entscheidung bei den Betroffenen des Bürgerkrieges. "Ich bitte Sie um Verzeihung, dass wir Ihnen nicht so geholfen haben, wie es notwendig war und Sie es verdient haben", sagte der 80-jährige Algerier im Mai. "Die Tragödie in Ihrem Land muss beendet werden. Sie haben bisher bemerkenswerte Leidensfähigkeit und Würde bewiesen. Wir wissen, dass die überwältigende Mehrheit Frieden und Stabilität will. Und natürlich auch ihre Rechte."

In Syrien herrscht seit über drei Jahren Bürgerkrieg. Nach offiziellen Angaben der Vereinten Nationen sind bei den Kämpfen merh als 160.000 Menschen getötet worden, die tatsächliche Zahl dürfte viel höher sein: Im Januar hatten die UN angegeben, die Mitarbeiter hätten keinen ausreichenden Zugang mehr in umkämpfte Gebieten und folglich den Überblick verloren.