Bei Kämpfen in der Ostukraine sind nach Angaben von Regierungstruppen wieder viele Menschen gestorben. Luftwaffe und Artillerie zerstörten sechs Stellungen prorussischer Separatisten. Der Ort Nikolajewka ist vollständig von Truppen umstellt, wie ein Sprecher des sogenannten Anti-Terror-Einsatzes mitteilte.  

Dabei seien mindestens 150 Aufständische getötet worden. Auch zwei ukrainische Soldaten seien ums Leben gekommen, vier weitere verletzt, hieß es. 

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko lässt seit dem Ende der am Montagabend nicht noch einmal verlängerten Feuerpause wieder Städte in den Regionen Luhansk und Donezk bombardieren. Dort kämpfen militante prorussische Kräfte um die Unabhängigkeit der nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk. Die Aufständischen hoffen auf militärische Hilfe von Kremlchef Wladimir Putin und einen Einmarsch russischer Truppen. 

Russland hatte sich in Vierergesprächen mit der Ukraine, Deutschland und Frankreich für Friedensverhandlungen ausgesprochen. Die Seiten hatten am Dienstag in Berlin einen neuen Versuch vereinbart, eine Waffenruhe auszuhandeln. Dazu soll bis spätestens diesen Samstag die Kontaktgruppe zusammenkommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama sprachen sich in einem Telefonat für neue Gespräche aus. Zudem verständigten sich beide darauf, dass die USA und Europa Moskau weitere Kosten auferlegen würden, sollte es nicht rasch die Lage deeskalieren.