Mindestens 20.000 jesidische Flüchtlinge haben das Sindschar-Gebirge im Irak verlassen können. Sie seien nun in Sicherheit, teilten Vertreter der autonomen kurdischen Regierung mit.

Der Fluchtweg habe sie zunächst nach Syrien geführt. Von dort seien sie von kurdischen Kämpfern wieder in den Irak eskortiert worden. Je nach Quelle war von 20.000 oder 30.000 geretteten Menschen die Rede.   

Die Angehörigen der religiösen Minderheit der Jesiden waren vor den Dschihadisten der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) auf einen Berg im Sindschar-Gebirge geflohen. Dort harrten sie tagelang ohne Wasser und Lebensmittel aus. Auf dem Berg waren nach Schätzungen zwischenzeitlich bis zu 40.000 Flüchtlinge eingekesselt. Derzeit könnten sich also noch mehr als 20.000 Menschen in dem Gebirge befinden, die weiterhin von Dschihadisten bedroht werden.

Das Schicksal der Flüchtlinge hatte für internationales Aufsehen gesorgt. Es war ein Grund für das Eingreifen der US-Luftwaffe im Irak. US-Präsident Barack Obama hatte die Angriffe auf IS-Stellungen damit begründet, dass andernfalls ein Völkermord der Dschihadisten an Jesiden und anderen religiösen Gruppen drohe. US-Flugzeuge hatten mehrmals Hilfsgüter für die Flüchtlinge abgeworfen.