US-Präsident Barack Obama stellt sich im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf einen längeren Militäreinsatz im Irak ein. "Es wird Zeit brauchen", sagte Obama. "Es sollte keinen Zweifel daran geben, dass das Militär der Vereinigten Staaten weiterhin die begrenzten Einsätze ausführen wird, die ich autorisiert habe." Die USA fliegen seit dem 8. August Luftangriffe gegen Stellungen der IS.

Es gehe weiter darum, die Extremisten zurückzudrängen, um Amerikaner und US-Einrichtungen zu schützen. Die Regierung habe sich mit dem Kongress über die Strategie im Irak abgestimmt und werde das auch in den kommenden Wochen tun. Ein erneuter Einsatz von US-Bodentruppen im Irak ist nicht geplant. "Wir schicken nicht Tausende US-Truppen zurück auf den Boden", sagte Obama.

Den Vorstoß kurdischer Kämpfer zum strategisch bedeutsamen Mossul-Staudamm lobte Obama als wichtigen Schritt. Ein Bruch des Staudamms hätte Tausende Menschenleben sowie die große US-Botschaft in Bagdad gefährdet.

Obama drängte den designierten irakischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi, eine neue Regierung unter Einschluss aller Volksgruppen zu bilden. "Der Wolf steht vor der Tür", sagte Obama über den Vormarsch von IS in den vergangenen Wochen. 

Drohung von IS

Die IS-Miliz drohte den USA mit Vergeltung. Sollten IS-Kämpfer im Irak von US-Luftschlägen getroffen werden, würden amerikanische Bürger überall ihrerseits das Ziel von Angriffen, kündigte die Gruppe in einem Video an. In englischer Sprache hieß es: "Wir werden euch alle in Blut ertränken." In dem Video waren Aufnahmen eines während der US-Besatzungszeit im Irak enthaupteten Amerikaners und Opfer von Scharfschützen zu sehen.