Die USA arbeiten laut Präsident Barack Obama an einem Plan im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). "Wir haben noch keine Strategie", sagte er in Washington. Teil der Lösung müsse es sein, ein Bündnis mit betroffenen Ländern zu schmieden, die gemeinsam gegen IS vorgehen. Um den Islamischen Staat zu schwächen, brauche man dringend die Hilfe von Partnern im Nahen Osten. Er habe Außenminister John Kerry gebeten, dafür in die Region zu reisen. Verteidigungsminister Chuck Hagel habe er zudem angewiesen, "eine Reihe von Optionen" für Militärmaßnahmen vorzulegen.

Zuletzt war spekuliert worden, ob die USA ihre derzeitigen Angriffe gegen IS im Irak auch auf Syrien ausdehnen. Obama machte aber keine Andeutungen, ob dies bald der Fall sein könnte. Er werde weiter mit seinem Nationalen Sicherheitsrat über eine umfassende Strategie sprechen und weitere Schritte erst auch mit dem Kongress beraten. "Wir müssen sicher sein, klare Pläne zu haben", sagte er. Das Hauptziel sei es, die Terrormiliz im Irak zu besiegen. Aber es sei auch nötig, "Syrien in gewisser Art zu stabilisieren".

Bisher greifen die USA den Islamischen Staat nur im Irak und nur aus der Luft an, wo die Gruppe in den vergangenen Wochen große Geländegewinne erzielt hat. Allerdings gibt es nach Angaben von Regierungsbeamten in Washington Überlegungen, die Gruppe auch in Syrien zu attackieren.

Am Donnerstag flog die US-Luftwaffe fünf Angriffe auf Ziele im Nordirak. Kampfflugzeuge hätten einen Geländewagen, einen Panzer, vier gepanzerte Fahrzeuge und ein Baufahrzeug in der Nähe des Tigris-Staudamms bei Mossul zerstört, teilte das US-Oberkommando mit. Außerdem sei ein IS-Kontrollposten beschädigt worden.