Das von der Republik Moldau abgespaltene prorussische Transnistrien hat seine Truppen in Alarmbereitschaft versetzt. Die Separatisten in der selbst ernannten Republik fürchteten sich vor Militäraktionen aus Moldau und der benachbarten Ukraine, meldete die lokale Nachrichtenagentur Trias.

Die Truppen könnten am 26. August in Alarmbereitschaft versetzt werden, einen Tag vor dem Unabhängigkeitstag von Moldau, hieß es weiter. Moldauische Stellen warfen den Separatisten vor, sie versuchten Spannungen zu schüren.

Das zwischen Moldau und der westlichen Ukraine gelegene prorussische Transnistrien spaltete sich 1990 ab. Dabei kam es 1992 zu einem Krieg, der etwa 1.500 Menschen das Leben kostete. Faktisch gehört die Region mit gut 500.000 Einwohnern und einer starken Schwerindustrie weiter zu Moldau, steht aber unter russischem Einfluss. Russland stationierte dort 1.500 Soldaten, erkennt die Region aber nicht als Staat an.

Nachdem Moldau im Juni ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union unterschrieben hatte, verhängte Russland im August ein Einfuhrverbot für Obst aus Moldau.