16 Lkws des russischen Hilfskonvois haben die ukrainische Grenze erreicht. Das schreibt der New York Times-Reporter Andrew Roth auf Twitter. Zuvor hatten Nachrichtenagenturen gemeldet, dass 16 Lkws des Konvois in Kamensk-Schachtinski aufgebrochen waren, wo der Konvoi festgesessen hatte. Die ukrainische Regierung hatte sich nach tagelangen Verhandlungen im Grundsatz bereit erklärt, den umstrittenen russischen Hilfskonvoi ins Land zu lassen.     

Die ukrainische Regierung hatte den Konvoi zuvor als "humanitäre Hilfe" anerkannt. Aus Kreisen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz verlautete in der Nacht, Russland und die Ukraine hätten die meisten offenen Streitfragen zum Konvoi ausräumen können. Es müsse aber noch geklärt werden, wie für dessen Sicherheit gesorgt werden könne, sobald er unter Aufsicht des Roten Kreuzes die umkämpften Gebiete in der Ostukraine durchquert.

Die ukrainische Regierung hatte der Weiterfahrt des Konvois mit 280 Fahrzeugen zunächst nicht zugestimmt, weil sie befürchtete, Russland könnte ihn als Deckmantel für eine Intervention in der Ukraine nutzen.