Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will Sanktionen gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat und andere islamistische Militante beschließen. Dem mächtigsten UN-Gremium liegt ein Resolutionsentwurf Großbritanniens vor, der unter anderem Strafmaßnahmen gegen sechs Männer vorsieht. Zudem verpflichtet das Papier alle Staaten verbindlich, Finanzierungsströme zu kappen und die Rekrutierung von Staatsangehörigen zu verhindern.

Die sechs Männer gelten als Entscheider und Finanziers des Islamischen Staates, der radikalislamischen Al-Nusra-Front in Syrien und anderer militanter Gruppen. Zu den geplanten Strafen zählen Reiseverbote, Wirtschaftssanktionen und das Einfrieren von Auslandskonten. Gegen den Islamischen Staat und die Al-Nusra-Front selbst gelten bereits ähnliche Sanktionen. Die Schwarze Liste kann verlängert werden, Beobachter rechnen mit weiteren Namen.

Die Resolution verurteilt "in schärfster Form" die "terroristischen Akte des Islamischen Staats und seiner brutalen extremistischen Ideologie". Ihm werden "ständige, schockierende, anhaltende und systematische Verletzungen der Menschenrechte und des Völkerrechts" vorgeworfen.

Eine Zustimmung gilt als sicher. Eine Resolution braucht die Zustimmung von neun der 15 Ratsstaaten, zudem darf keines der fünf ständigen Mitglieder – die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich – mit Nein stimmen. Manche Diplomaten gehen laut Agenturberichten von einem einstimmigen Ergebnis aus.