200 amerikanische Soldaten werden ab der kommenden Woche an einer militärischen Übung im Westen der Ukraine teilnehmen. Das gab das US-Verteidigungsministerium bekannt. Die Übung ist die erste Präsenz amerikanischer Bodentruppen in dem Land seit dem Beginn des Konflikts mit den prorussischen Separatisten in der Ostukraine.

US-Präsident Barack Obama hatte Russlands Verhalten in der Ukraine zuvor bei einer Rede in der estnischen Hauptstadt Tallinn als Gefahr für den Frieden in ganz Europa dargestellt. Sein Land werde alle Nato-Verbündeten vor ähnlichen Militäraktionen schützen, sagte Obama vor dem am Donnerstag beginnenden Gipfel der Allianz in Wales.

An der jährlich stattfindenden Übung mit dem Namen "Rapid Trident" sollen nach Angaben des Pentagons insgesamt 15 Länder teilnehmen. Es handele sich dabei um eine Nato-Übung zur Friedenssicherung, bei der keine Schüsse abgefeuert würden, sagte Pentagon-Sprecher Steve Warren. Ab der kommenden Woche bis zum 26. September würden die Einheiten stattdessen Konvoioperationen, Patrouillen und Methoden gegen selbst gebaute Sprengsätze trainieren. Russland hatte das Nato-Manöver als Provokation kritisiert.

Gleichzeitig gab das Ministerium bekannt, es habe dem ukrainischen Militär weitere Hilfe in Form von Helmen, Schlafmatten, Jacken, Radios, Schutzausrüstung und weiteren Dingen zukommen lassen.