Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sissi will der internationalen Allianz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" "jede notwendige Unterstützung" geben. Im Interview mit der Nachrichtenagentur AP konkretisierte er allerdings nicht, wie diese Unterstützung aussehen könnte. Die Entsendung ägyptischer Soldaten schloss Al-Sissi aus.

Die irakischen Truppen seien für die militärische Bekämpfung des IS ausreichend, sagte Al-Sissi mit Blick auf den Vormarsch der Terrormiliz im Irak. "Es geht nicht um Bodentruppen aus dem Ausland." Benötigt werde eine "umfassende Strategie", mit der alle militanten Gruppen im Nahen und Mittleren Osten bekämpft werden sollten, nicht nur der "Islamische Staat".  

Mit Blick auf die schnellen militärischen Erfolge des IS sagte Al-Sissi, er habe bereits im vergangenen Jahr auf die Gefahr hingewiesen. Andere hätten diese erst realisiert, als IS-Kämpfer in diesem Jahr große Teile des Iraks erobert hätten.

Der IS versucht im Irak und in Syrien einen eigenen Staat zu errichten und dafür die bestehende Ordnung zu zerstören. Bei ihrem Vorrücken töteten IS-Milizen Tausende Menschen und gehen auf menschenverachtende Weise gegen Gegner und Zivilisten vor. 

Zum Vorgehen gegen islamische Fundamentalisten der Muslimbruderschaft in Ägypten sagte Präsident Al-Sissi, deren Unterstützer könnten wieder politisch aktiv werden, wenn sie der Gewalt abschwören.