Frankreich hat einen ersten Lufteinsatz gegen den "Islamischen Staat" geflogen. Die Luftwaffe zerstörte nach Angaben von Präsident François Hollande im Nordosten des Irak einen Versorgungsstützpunkt der Terrormiliz. Es werde in den kommenden Tagen weitere Aktionen geben, kündigte Hollande an.

Nach irakischen Angaben sind Dutzende IS-Kämpfer getötet worden. Die Franzosen hätten vier Angriffe auf die Stadt Sumar geflogen, sagte ein Militärsprecher. Sumar und die umliegenden Gebiete sind heftig umkämpft.

Am Donnerstag hatte Frankreich bekanntgegeben, auf Bitten der irakischen Regierung Angriffe zu fliegen. Luftangriffe in Syrien werde es aber nicht geben, hieß es. Es würden auch keine Bodentruppen eingesetzt. Die IS-Extremisten beherrschen in Syrien ebenso wie im Irak große Regionen.

Die USA greifen bereits IS-Stellungen im Irak aus der Luft an und wollen die Attacken auf Syrien ausweiten. Zudem wollen sie gemäßigte Rebellen im Irak für den Kampf gegen IS rüsten. Im Bürgerkriegsland Syrien kämpft auch das Militär von Diktator Baschar al-Assad gegen den IS.

Der IS versucht im Irak und in Syrien einen eigenen Staat zu errichten und dafür die bestehende Ordnung zu zerstören. Bei ihrem Vorrücken töteten sie Tausende Menschen und gehen auf menschenverachtende Weise gegen Gegner und Zivilisten vor.