Die britische Polizei soll künftig die Pässe von terrorverdächtigen Bürgern einziehen können. Dies gelte für Briten, die im Verdacht stünden, im Ausland für Terrorgruppen gekämpft zu haben, sagte Premierminister David Cameron. Außerdem wolle die Regierung die Wiedereinreise von Personen verhindern, die im Ausland für Islamisten gekämpft haben. 

Nach Schätzungen von Behörden kämpfen etwa 500 Briten in Syrien und wohl auch im Irak für Terrorgruppen. Die Polizei fürchtet, dass sie nach Großbritannien zurückkehren und dort Terroranschläge verüben könnten. 

Das Innenministerium kann Terrorverdächtigen zwar bereits in bestimmten Fällen die Pässe verweigern, doch darf die Polizei die Papiere nicht einfach einziehen, wenn ein Verdächtiger am Grenzübergang steht. Diese Möglichkeit will ihr Cameron jetzt einräumen.

Am Freitag hatten die britischen Behörden die Terrorwarnung auf die zweithöchste Alarmstufe erhöht. Demnach ist ein Anschlag sehr wahrscheinlich. Allerdings gab die Regierung keine Informationen über einen unmittelbar bevorstehenden Terrorangriff.