US-Präsident Barack Obama hat bekräftigt, dass sich sein Land von den Terroristen des "Islamischen Staats im Irak und Syrien" (IS) nicht einschüchtern lassen werde. Ziel seiner Regierung sei es, dass der IS keine Gefahr mehr für die Region darstelle, dies werde aber "Zeit brauchen", sagte Obama. Zugleich verurteilte er die Enthauptung des Journalisten Steven Sotloff als "entsetzlichen Gewaltakt".

Die Regierung hatte zuvor die Echtheit eines Islamistenvideos bestätigt, das die Enthauptung eines amerikanischen Journalisten zeigt, der sich zuvor an den Präsidenten gewandt hatte. Die Geheimdienste hätten die Aufnahmen analysiert, sagte eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats. "Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass es authentisch ist."   

Auch der britische Außenminister Philip Hammond sagte, ersten Untersuchungen zufolge sei das Video echt. Er gab zudem bekannt, dass eine Befreiungsaktion für eine britische Geisel gescheitert sei. Er schließe Luftangriffe auf Stellungen des Islamischen Staates nicht aus, sagte Hammond. 

Die radikalen Islamisten des IS sollen für das am Dienstag veröffentlichte Video verantwortlich sein, das die Ermordung des verschleppten US-Journalisten Steven Sotloff zeigt. Es ist die zweite Aufnahme dieser Art, nachdem im vergangenen Monat Bilder von der Enthauptung eines anderen amerikanischen Journalisten, James Foley, online veröffentlicht wurden. Darin bezeichnete der maskierte mutmaßliche Täter die Enthauptung als Rache für US-Luftangriffe auf IS-Kämpfer. Die Gruppe hat große Teile des Iraks und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht. 

Sotloff hatte israelischen Pass

Das israelische Außenministerium teilte mit, Sotloff sei auch israelischer Staatsbürger gewesen. Vor seiner Verschleppung in Syrien vor einem Jahr hatte er auch für die israelische Zeitschrift The Jerusalem Report gearbeitet, wie die Jerusalem Post, die zur selben Verlagsgruppe gehört, auf ihrer Webseite berichtete. Sotloff habe "für eine kürzere Zeit" in Israel gelebt.