Vor der Wahl hatte sie sich zurückgehalten, jetzt nahm sie emotional Stellung: Die britische Königin Elizabeth II. hat die Briten nach dem gescheiterten Unabhängigkeitsreferendum in Schottland zur Einheit aufgerufen.

Sie sei sich sicher, dass die Schotten "wie alle anderen im Vereinigen Königreich widerstreitende Meinungen ausdrücken können und anschließend wieder im Geist des gegenseitigen Respekts und der Unterstützung zusammenkommen", sagte die Queen, die sich derzeit auf ihrem Anwesen im schottischen Balmoral aufhält. Die Briten verbinde ihre "ewige Liebe zu Schottland". Jeder müsse nun konstruktiv an der Zukunft Schottlands und des ganzen Landes mitarbeiten.    

Nach dem Referendum gebe es "starke Gefühle und widersprüchliche Emotionen", sagte Elizabeth II. weiter. Dies gehöre zur Natur der demokratischen Tradition Großbritanniens. "Aber ich zweifle nicht daran, dass diese Gefühle durch das Verständnis für die Gefühle der anderen Seite gemildert werden."

Die Schotten hatten bei der Volksabstimmung mit 55,3 Prozent für den Verbleib im Vereinigten Königreich gestimmt. Die Wahlbeteiligung erreichte einen Rekordwert von 84,6 Prozent. Als Reaktion auf den Sieg der Unionisten kündigte Schottlands Ministerpräsident Alex Salmond, der eine maßgebliche Kraft hinter dem Referendum war, seinen Rückzug an