Ein deutscher Islamist hat nach Angaben des "Islamischen Staates" (IS) und der Kurden einen Selbstmordanschlag im Irak verübt. Insgesamt habe es in der irakischen Ortschaft Kara Tapah drei Anschläge gegeben, bei denen 25 Menschen getötet wurden. Einer der drei Attentäter soll demnach ein Deutscher mit dem Kampfnamen Abu Sara al-Almani sein, die anderen zwei kamen offenbar aus Saudi-Arabien und der Türkei.

Die Anschläge seien nahe des Rathauses, eines Gebäudes kurdischer Sicherheitskräfte sowie des Büros der Kurdenpartei Patriotische Union Kurdistan verübt worden, sagte der Bürgermeister von Kara Tapah,Wahab Ahmed. Viele der Opfer seien Veteranen der kurdischen Peschmerga-Miliz gewesen, teilte die irakische Armee mit. 

Zudem sei in der westirakischen Provinz Anbar der Polizeichef bei einem Attentat getötet worden, sagte der Vizepräsident der Regionalverwaltung. General Ahmed Saddag sei von der Explosion eines Sprengsatzes erfasst worden. Saddag hatte den Kampf gegen den IS in der Ortschaft Twei koordiniert, teilte die Polizei mit. In der Region leben mehrheitlich Sunniten, Anbar gehört zu den Einflussgebieten des IS im Irak.