Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" haben offiziellen Angaben nach im Irak mehr als 30 sunnitische Männer getötet. Die Männer hätten sich in einer Reihe an einer Straße in der Ortschaft Hīt westlich der irakischen Hauptstadt Bagdad aufstellen müssen, dann seien sie getötet worden, sagte Sabah Karhut, Ratsvorsitzender der Provinz Anbar.

Bei den Opfern handelte es sich demnach um Angehörige des sunnitischen Stammes Albu Nimir, die mit der schiitischen Regierung im Irak verbündet waren. Unter den Toten seien außerdem örtliche Sicherheitskräfte. Die Männer waren den Angaben nach zuvor gefangen genommen worden, als der IS die Stadt Anfang Oktober überrannte. Zuvor hatten sich die IS-Terroristen heftige Gefechte mit Regierungskräften geliefert, die Unterstützung von den Kämpfern des Albu-Nimir-Stammes erhielten.

Die mehrheitlich von Sunniten bewohnte Provinz gehört zu den Zentren der radikalsunnitischen IS-Miliz. Sie hat weite Teile im Westen und Norden des Iraks sowie im Nachbarland Syrien unter ihre Kontrolle gebracht. Bei ihren Eroberungen gehen die Islamisten mit äußerster Brutalität gegen die Bevölkerung in ihrem Einflussgebiet vor und richten immer wieder Gegner und Andersgläubige hin. Der Irak befindet sich derzeit in seiner schwersten Krise seit dem Abzug der US-Truppen 2011.