Die Milizen des "Islamischen Staates" können mittlerweile auf viele ausländische Kämpfer zugreifen. Etwa 15.000 Menschen kämpfen derzeit im Irak und in Syrien in der Terrormiliz und in anderen Gruppen, wie aus einem Bericht der UN hervorgeht, aus dem der Guardian zitiert.  

Sie kommen demnach aus mehr als 80 Ländern. Die Zunahme ist drastisch: Die Zahl der seit 2010 registrierten ausländischen Terroristen entspreche nunmehr jener des Zeitraums 1990 bis 2010, heißt es in dem UN-Report. "Und sie steigt weiter", heißt es dort.

Die Washington Post berichtet unter Berufung auf US-Geheimdienstinformationen, es gingen jeden Monat 1.000 ausländische Kämpfer nach Syrien. Den Zulauf hätten auch die Angriffe der US-geführten Militärallianz in keiner Weise eingedämmt. "Der Zustrom ist konstant, ihre Zahl dort steigt stetig an", zitiert die Zeitung einen ungenannten US-Geheimdienstler.    

Auch die Herkunft lässt Fachleute staunen: IS-Unterstützer kommen auch von den Malediven, andere haben einen chilenisch-norwegischen Hintergrund, zitiert der Guardian. Europa ist mit etwa 2.700 Kämpfern dabei, wie Analysen des International Centre for the Study of Radicalisation zeigen. Die meisten kommen aus Tunesien, Marokko und anderen nordafrikansichen Staaten. An zweiter Stelle stehen Staaten der arabischen Halbinsel. 

Im Bürgerkriegsland Syrien hat sich die Lage durch den Vormarsch der islamistischen Terrormiliz gewandelt. Mittlerweile profitiert das vom Westen bekämpfte Regime des Diktators Baschar al-Assad von dem internationalen Vorgehen gegen die Islamisten, wie jüngst auch die USA einräumten

Im Norden Syriens kämpfen derzeit von einem US-geführten Bündnis unterstützte Kurden gegen den IS um die Stadt Kobani. Die USA und ihre Verbündeten fliegen in Syrien wie auch im Irak Luftangriffe auf Stellungen des "Islamischen Staates".