In Nigeria ist nach Informationen aus Sicherheitskreisen ein deutscher Mitarbeiter der Baufirma Julius Berger erschossen worden. Der Mann sei am Freitag mit einem Subunternehmer unterwegs gewesen. Im südwestlichen Staat Ogun seien sie von Bewaffneten überfallen worden. Ein zweiter Mann sei dabei entführt worden.  

Das Auswärtige Amt prüft den Sachverhalt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte am Rande seines Besuches in der nigerianischen Hauptstadt Abuja: "Wir sind mit dem Unternehmen in Kontakt." Die Baufirma äußerte sich bislang nicht öffentlich zu Details des Zwischenfalls, teilte aber mit, man bemühe sich um die Freilassung des Verschleppten.

Ogun grenzt an die nigerianische Wirtschaftsmetropole Lagos. Die Polizei von Ogun war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hat laut Steinmeier die Hilfe der nigerianischen Behörden zugesichert.

Das Unternehmen Julius Berger International ist seit 1965 in Nigeria aktiv. Es beschäftigt nach eigenen Angaben 600 Mitarbeiter in dem westafrikanischen Land und ist im Hoch- und Tiefbau sowie bei Gas-, Öl- und Infrastrukturprojekten aktiv.