In der irakischen Stadt Dschurf al-Sachar sind bei einem Anschlag nach Angaben von Sicherheitskräften mindestens 27 schiitische Milizionäre getötet worden. Mindestens 60 weitere Schiiten-Kämpfer seien verletzt worden, als der Attentäter ein mit Sprengstoff beladenes Armeefahrzeug in einem Vorort zur Explosion gebracht habe, sagten Vertreter von Polizei und Armee. Der Täter gehört mutmaßlich zur Terrormiliz "Islamischer Staat".

Am Wochenende hatten Regierungstruppen und schiitische Milizen die rund 60 Kilometer südlich von Bagdad gelegene Stadt nach monatelangen Kämpfen von der IS-Miliz zurückerobert. Dies könnte den Vormarsch der Terroristen auf Bagdad stoppen. Auch die Verbindungen der Islamisten zu ihren Hochburgen in der westlichen Provinz Anbar wären somit gekappt.

Im Irak waren große Teile der Streitkräfte vor dem IS geflüchtet. Dadurch fielen der Miliz in den verlassenen Stützpunkten Waffen und andere Ausrüstung in die Hände, die die USA bei ihrem Abzug den Irakern überlassen hatten. Aus diesem Bestand stammte offenbar auch das Fahrzeug des Attentäters.