Die Bundesregierung hat angesichts des nahenden Wintereinbruchs in der Ukraine einen Hilfskonvoi mit mehr als 100 Lastwagen auf den Weg gebracht, vor allem für den Osten des Landes. Der Transport im Gesamtwert von rund zehn Millionen Euro solle bis Mitte Oktober in der Krisenregion eintreffen, teilte das Entwicklungshilfeministerium mit. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel sind die Lkw bereits unterwegs und sollen sich an der polnisch-ukrainischen Grenze sammeln.

Dazu gehörten unter anderem mobile Wohneinheiten und Küchen, Heizgeräte, Generatoren, Wasser- und Dieseltanks, Winterkleidung, Decken und Feldbetten. Die Zusammenstellung sei "eng mit der ukrainischen Regierung abgestimmt" und im Wesentlichen für ostukrainische Städte wie Charkiw, Slowjansk und Dnipropetrowsk bestimmt.

"Wir wollen damit ein Zeichen der Solidarität setzen", sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU). In der Ukraine seien Schätzungen zufolge eine Million Menschen vor den gewaltsamen Auseinandersetzungen geflohen. Müller will am 14. Oktober in Charkiw einen Teil der Lieferungen übergeben.