Das Weiße Haus ist offenbar Ziel eines Hackerangriffs geworden. Im Computernetzwerk der Mitarbeiter von US-Präsident Barack Obama seien verdächtige Aktivitäten beobachtet worden, teilte ein Regierungssprecher am Dienstagabend mit. Das Weiße Haus habe umgehend Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Schritte führten allerdings zu kurzzeitigen Systemausfällen und Verbindungsproblemen bei einigen Angestellten.

Laut einem Bericht der Washington Post vermutet das Präsidialamt die russische Regierung hinter der Attacke. FBI, Secret Service sowie der Geheimdienst NSA sind dem Blatt zufolge an den Ermittlungen beteiligt. Der Hinweis soll von einem Verbündeten gekommen sein. Die Attacke fand demnach in den vergangenen zwei bis drei Wochen statt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf anonyme Quellen.

Eine Sicherheitsfirma hatte bereits Mitte Oktober von russischen Hackeraktivitäten berichtet, die unter anderem auf die Nato und die ukrainische Regierung zielten. Computer und Systeme seien bei dem jüngsten Cyberangriff auf das Weiße Haus zwar nicht beschädigt worden. Allerdings seien einige "Elemente des nicht vertraulichen Netzwerks betroffen", sagte ein Regierungsbeamter. Es gebe keine Hinweise, dass die Hacker in vertrauliche Netzwerke eindringen konnten. Ob Daten gestohlen wurden, sagte der Beamte nicht.