In Wien beginnt die vorerst letzte Runde der Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran. Die Erwartungen an das Treffen sind geteilt: Einerseits sind die Beratungen seit dem Regierungswechsel in Teheran in vielen Punkten vorangekommen, andererseits endet am 24. November die Einigungsfrist. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) spricht von einem "Make or Break"-Moment.       

Kernpunkt des Streits ist nach wie vor die Frage, wie viel Uran der Iran anreichern darf – und wie streng er dabei überwacht wird. Die iranische Führung fordert das Recht auf zivile Nutzung von Kernenergie. Die Sechsergruppe – bestehend aus den USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland – befürchtet, dass das Land mit dem dafür nötigen angereicherten Uran Atomwaffen bauen könnte.

Dass sich die Verhandlungspartner vor Ende der Einigungsfrist auf ein Abkommen verständigen können, ist trotz aller Fortschritte unwahrscheinlich. Schon vor Beginn der Gespräche hieß es daher, die Frist solle über den angepeilten Termin hinaus verlängert werden. Daraus könnten sich neue Hindernisse für eine Einigung ergeben. Der Atomstreit mit dem Iran im Überblick: