In der Nähe der Stadt Ramallah im Westjordanland ist eine Moschee in Brand gesetzt worden. Nach palästinensischen Angaben sollen jüdische Siedler das Feuer gelegt haben. Der Brandanschlag soll sich laut palästinensischer Sicherheitskräfte in der Nacht in dem Dorf Al-Mughajir in der Nähe von Ramallah ereignet haben.

Die Moschee liegt in der Nähe der jüdischen Siedlung Schilo sowie nahe einer Straße, die israelischen Siedlern vorbehalten ist. Schon 2012 sei in dem Dorf eine Moschee angezündet worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Polizeisprecher Mickey Rosenfeld teilte mit, dass Unruhen in dem Dorf israelische Sicherheitskräfte daran gehindert hätten, Ermittlungen aufzunehmen.

Die israelische Zeitung Haaretz meldet, Zeugen hätten der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan gesagt, Gläubige hätten das Feuer am Morgen entdeckt, als sie zur Moschee kamen. Es sei ihnen gelungen, den Brand zu löschen. Das gesamte Erdgeschoss sei zerstört, die erste Etage schwer beschädigt. Die Zeitung berichtet außerdem von Hass-Graffiti gegen das palästinensische Volk an der Wand des Gebäudes. In der Nacht sei zudem eine Brandbombe in eine alte Synagoge in Shafram geworfen wurde. Shafram ist demnach eine arabische Gemeinde im Norden Israels. Laut Polizeiinformationen wurde niemand verletzt, das Gebäude sei aber beschädigt worden.

Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern hatten sich zuletzt wieder deutlich verschärft. Bei fünf Anschlägen innerhalb von drei Wochen wurden mehrere Menschen getötet.

Der inhaftierte palästinensische Politiker Marwan Barghuti rief die Palästinenserführung aus dem Gefängnis heraus zur Unterstützung des bewaffneten Widerstands gegen Israel auf. Anlässlich des zehnten Todestages von Jassir Arafat hatte der seit 12 Jahren inhaftierte Barghuti einen Brief geschrieben, der in der in Ramallah erscheinenden Tageszeitung Al Kuds abgedruckt wurde.