Die USA wollen China nach den Worten von Präsident Barack Obama nicht am Machtausbau hindern. "Ich weise die Vorstellung zurück, dass die Vereinigten Staaten auf irgendeine Weise versuchen, China einzudämmen", sagte Obama der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Die USA hätten stattdessen in den vergangenen Jahrzehnten aktiv daran mitgewirkt, China in die Weltwirtschaft zu integrieren. "Wir wollen, dass China und das chinesische Volk erfolgreich sind", sagte Obama.

China unterstellt den USA dagegen, die aufstrebende zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt klein halten zu wollen. Beim Gipfel der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Peking will China seine Vormachtstellung in der Region demonstrieren und seinerseits den Einfluss der USA schmälern. Die Treffen der 21 Pazifik-Anrainer sind traditionell von Machtspielen geprägt und werden zu wichtigen bilateralen Treffen genutzt. 

Der US-Präsident wird sich nach dem Apec-Gipfel am Dienstag und Mittwoch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping treffen. Dabei wird es um eine erweiterte Kooperation beider Länder gehen. Das reiche vom gemeinsamen Anit-Terror-Kampf bis hin zu einem Investitionsabkommen. In der Beziehung solle konstruktiv "mit Meinungsunterschieden und den Quellen für ungesunde Konkurrenz" umgegangen werden, sagte Obama. China müsse die universellen Menschenrechte beachten, Internetkriminalität stoppen für Frieden und Stabilität in der Region sorgen.

Xi rief die Apec zu engerer Kooperation und wirtschaftlicher Integration auf. Um neue Wachstumsmechanismen zu schaffen, sollten die Mitgliedsländer ihre Märkte mit neuen Infrastrukturprojekten für Wirtschaftskorridore verbinden. Zudem müsse es mehr Freihandel geben. Das gelte vor allem in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Derzeit sei die globale Konjunktur unberechenbar und instabil.