Die britische Regierung hat den Bericht des US-Senats über die Foltermethoden der CIA beeinflusst. Textstellen seien aus Gründen der nationalen Sicherheit geändert worden, sagte ein Regierungssprecher.

Der frühere Chef des britischen Geheimdienstes, Alan West, sagte der BBC, dass britische Agenten gewusst haben könnten, dass die CIA Gefangene foltert. Sie seien daran aber nicht beteiligt gewesen. In dem mehr als 500 Seiten umfassenden Bericht wird kein einziges Mal ein britischer Geheimdienst erwähnt.

Die britische Innenministerin Theresa May habe 2011 Mitglieder des Geheimdienstausschusses des US-Senats getroffen, berichtet die BBC weiter. Am Montag will der britische Geheimdienstausschuss May zu den Gesprächen befragen.

In dem am Dienstag veröffentlichten Folterbericht wurden unter anderem die Foltermethoden der CIA beschrieben. Mehr Gefangene als bisher bekannt sollen in geheimen Gefängnissen des Dienstes festgehalten worden sein. Diese mussten teils bis zu 180 Stunden Schlafentzug, Schläge, Zwangsbäder im Eiswasser und Scheinhinrichtungen erleiden.