Die kolumbianische Regierung und die Farc-Guerilla haben ihre seit Mitte November unterbrochenen Friedensverhandlungen wieder aufgenommen. Vertreter beider Seiten kamen dazu in Havanna zusammen.

In der kubanischen Hauptstadt war in der vergangenen Woche bereits zwei Tage lang über die Wiederaufnahme verhandelt worden. Die kolumbianische Regierung und die Farc-Führung sahen danach die Krise als überwunden an, die durch die Gefangennahme eines kolumbianischen Generals durch die Rebellen ausgelöst worden war.

Die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien laufen bereits seit November 2012. Nach der Gefangennahme des Generals am 16. November im nordwestlichen Departamento Chocó hatte Staatschef Juan Manuel Santos die Friedensgespräche ausgesetzt. Die Guerilla ließ daraufhin General Rubén Alzate und zwei Begleiter nach etwa zwei Wochen wieder frei.

Die linke Farc kämpft seit 1964 gegen Großgrundbesitzer und die Regierung. Derzeit hat die Guerilla-Truppe noch etwa 8.000 Kämpferinnen und Kämpfer unter Waffen. 

Der Krieg zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc ist der längste bewaffnete Konflikt in Südamerika. Bisher wurden etwa 220.000 Menschen getötet. Mehr als fünf Millionen Menschen sind vor dem Krieg auf der Flucht.